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Jüngste Einträge in unserer Rubrik „Aktuelles”

13. Oktober 2018Anmeldung zu den Clavichordtagen (02.–04.11.2018)

07. Januar 2017Neues zu unseren Instrumentenstipendien

Willkommen bei der DCS!

Deutsche Clavichord Societät e.V.

Einige Hintergrundinformationen zu unserer Website.
Some short English notes for foreign visitors of our website.

Johanniskirche in Göttingen

Aktuelle Nachrichten
für Mitglieder und Clavichordfreunde

Liebe Clavichordfreunde,

die Planungen der diesjährigen Clavichordtage sind soweit abgeschlossen, notwendige Vorbereitungen sind getroffen, das Programm befindet sich „in trockenen Tüchern“ und das Anmeldeformular auf unserer Website steht bereit.

Am Wochenende vom 2. bis zum 4. November 2018 erwartet uns ein Ensemble von Konzerten, Instrumentenausstellung, Vortrag und Workshops, deren roter Faden zwei Jubilaren gilt: Friedrich Wilhelm Marpurg (1718–1795) und Johann Nikolaus Forkel (1749–1818). Während wir im ersten Fall einen runden Geburtstag feiern, gedenken wir im zweiten eines Todestags – mit Marpurg, der einige Jahre in Paris verbrachte (und dabei mit Rameau, d‘Alembert und Voltaire in Berührung kam), möchte man hinzufügen: ça y est, so ist das eben.

Bekannt insbesondere als Theoretiker und Musikkritiker, bevor er in Berlin eine Stelle bei der königlichen Lotterie annahm (deren Direktor er bald wurde), hat Friedrich Wilhelm Marpurg nicht sonderlich viel komponiert. Für Freunde unseres Instruments besonders beachtenswert ist allerdings sein „Versuch figurierter Choräle sowohl für die Orgel, als für das Clavichord“; im beigefügten „Nachbericht“ erläutert er nämlich, wie auch diejenigen Sätze, die pedaliter auf drei Systemen notiert sind, auf einem Clavichord ausgeführt werden können. Und schließlich folgt dem ein „Zweyter Versuch ...“, der neben Chorälen auch ein Capriccio und einige Fugen enthält. Beide Drucke sollen aus Anlass des 25jährigen Bestehens der Deutschen Clavichord Societät in einer Neuausgabe erscheinen, die vorzustellen im November Gelegenheit sein wird.

Was Johann Nikolaus Forkel angeht, der in Göttingen heimisch war und das Musikleben der Stadt über viele Jahre prägte, sei hier nur seiner „Sechs Claviersonaten“ von 1778 gedacht, über die in den „Gothaischen gelehrten Zeitungen“ zu lesen war:

Die Einrichtung dieser Sonaten ist so, daß sowohl der mäßige als der geübtere Spieler Gebrauch davon wird machen können, und ich habe überhaupt in den meisten Stücken der Sammlung deutlich, faßlich und leicht zu seyn gesucht, ohne jedoch jenes eigene, dem wahren Charakter des Klavichords angemessene Brillante zu verabsäumen.

Freuen wir uns also auf dieses Wochenende, über dessen genauen Ablauf in der Vorschau mehr zu erfahren ist!

Guido Sold (1. Vorsitzender)

Wesel, 4. September 2018



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Foto am Seitenkopf: Johanniskirche in Göttingen, © Mechthild von Schlichting-Sold

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